Institut für Kognitionswissenschaft

Institute of Cognitive Science


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Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des Projekts unter simport.net.

BMBF-Projekt „SIMPORT“

Rainer Mühlhoff leitet das philosophische Teilprojekt zu „Ethik des Interaktionsdesigns“ in dem interdisziplinären Verbund SIMPORT ‒ Souveränes und Intuitives Management personenbezogener Ortsinformationen. Es geht um Datenethik, Datenschutz und Selbstbestimmung im Kontext von GPS-Daten am Smartphone.

Unser Ziel ist eine empowernde Mensch-Maschine-Interaktion beim Zugriff auf GPS-Daten und die Sensibilisierung der Nutzer*innen für inferenzielle Analysen, die aufgrund solcher Daten erstellt werden können.

Unser Teilprojekt entwickelt gemeinsam mit Partner*innen aus der Informatik und der Industrie einen einen Ethics by Design-Ansatz für die partizipatorische Umsetzung verantwortlicher Technikgestaltung.

Das BMBF fördert das Projekt in der Programmlinie Mensch-Technik-Interaktion für digitale Souveränität.

Das Projekt ist ein gemeinsamer Verbund des Instituts für Geoinformatik (ifgi) der WWU Münster, des Instituts für Gesellschaft und Digitales (GUD) der FH Münster, der Technischen Universität Berlin, der Reedu GmbH & Co. KG und HERE.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des Projekts unter rainermuehlhoff.de.

Data Ethics Outreach Lab 2022

Das Data Ethics Outreach Lab ist ein interdiziplinärer Kurs für Lehramtsstudent*innen und Masterstudent*innen der Kognitionswissenschaft.

Wie befördern die Daten, die von Instagram oder YouTube gesammelt werden, die soziale Ungleichheit? Wie werden soziale Beziehungen durch Snapchat, TikTok und Co. (neu-)strukturiert und wie werden die Möglichkeiten für junge Personen, online Identitäten anzunehmen und zu performen, eingeschränkt? Was fängt PayPal mit den gesammelten Daten an, die bei den Geldtransfers anfallen? Warum führen Chatbots zur Verfestigung stereotyper Geschlechterrollen? Und was hat meine fehlende Fahrkarte im Bus damit zu tun, wenn ich den Kredit verweigert bekomme?

Dies sind nur eine Handvoll möglicher Gesichtspunkte, unter denen zentrale Themen der digitalen Verbraucherkultur kritisch betrachtet werden können. Viele dieser Punkte haben mit Big Data und täglich von uns gebrauchten KI-Diensten zu tun. In den meisten Fällen haben die Nutzer*innen kein Bewusstsein für die negativen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, Demokratie und unser Wohlergehen.

In diesem Studienprojekt wollen wir Risiken und gesellschaftliche Auswirkungen vernetzter digitaler Dienste diskutieren und Möglichkeiten und Formate finden, um öffentliche Aufmerksamkeit für diese Punkte zu erzeugen. Die Teilnehmer*innen sollen in Kleingruppen verschiedene Themen bearbeiten ‒ je nach dem, welche Technikfelder und Problempunkte ihnen jeweils am wichtigsten erscheinen. Außerdem stehen für die Gruppen eine Reihe verschiedener Outreach-Formate zur Wahl: Entwicklung und Einsatz quelloffener Unterrichtsmittel für den Einsatz in weiterführenden Schulen; Organisation von Workshops (Lehrer*innen-Fortbildung) im Herbst; Produktion von erklärenden Videos für die Veröffentlichung im Internet; Entwerfen von Internetseiten, Social-Media-Kanälen und anderen Interventionen im öffentlichen Raum.